Geschichte

1921 wurde die "Zentrale für Nordmarkbüchereien" in Flensburg gegründet: Die damalige Zentrale war eine Einrichtung des "Wohlfahrts- und Schulvereins" (später: Deutscher Grenzverein). Die kulturelle Grenzlandarbeit im Landesteil Schleswig führte dort zu einem der fortschrittlichsten öffentlichen Büchereisysteme Europas. Bereits im Laufe der 1920er Jahre gelang es, die Büchereien durch dreiseitige Verträge zwischen Gemeinde oder Stadt, Landkreis und der Büchereizentrale des Deutschen Grenzvereins in ihrer Existenz abzusichern.

Diese Struktur wurde nach dem Zweiten Weltkrieg auch auf den Landesteil Holstein übertragen: 1946 wurde der "Verein Büchereiwesen in Holstein" gegründet, der mit den kreisangehörigen Städten, Gemeinden und Kreisen Vertragsbeziehungen zur Unterhaltung öffentlicher Büchereien aufnahm.

Bis 1995 existierten die beiden Vereine nebeneinander und erfüllten jeweils für ihren Bereich die ihnen vom Land Schleswig-Holstein gestellte Aufgabe der Büchereiförderung, wobei seit 1970 die Kooperation zwischen den beiden Landesteilen stetig verstärkt wurde.

Am 28.03.1995 kam es schließlich zur Gründung des Büchereivereins Schleswig-Holstein e.V. und im Nachgang dazu zur Errichtung der Büchereizentrale Schleswig-Holstein, deren Zuständigkeitsgebiet das ganze Bundesland umfasst. Zunehmend wird auch mit den Bibliotheken der kreisfreien Städte kooperiert.